Warum es care by Lea gibt

Von zwei Kulturen geprägt, durch viele Begegnungen gelernt und durch die Pflege gewachsen: Ein persönlicher Einblick in meinen Weg zu Care by Lea und warum mir individuelle Begleitung so wichtig ist.

PERSÖNLICHES

7/18/20263 min lesen

Pflegefachkraft Lea von Care by Lea lächelt im karierten Blazer auf einer Fensterbank mit alten Fens
Pflegefachkraft Lea von Care by Lea lächelt im karierten Blazer auf einer Fensterbank mit alten Fens

Manchmal werde ich gefragt, warum ich eigentlich Pflegekraft geworden bin.

Und ehrlich gesagt gibt es darauf gar keine einfache Antwort. Es war nicht dieser eine Moment, in dem plötzlich alles klar war. Wenn ich heute zurückblicke, waren es eher viele kleine Erfahrungen, die mich dorthin gebracht haben, wo ich heute bin.

Ich bin in Oldenburg aufgewachsen – ein echtes Nordlicht also. Gleichzeitig habe ich indonesische Wurzeln und bin mit zwei Kulturen groß geworden. Als Kind war das für mich ganz normal. Heute merke ich, wie sehr mich genau das geprägt hat.

Auf der einen Seite diese norddeutsche Art: ehrlich, direkt und bodenständig. Auf der anderen Seite eine Kultur, in der Gemeinschaft einen ganz anderen Stellenwert hat. Da wird zusammen gegessen, zusammen gelacht und sich umeinander gekümmert. Freunde werden schnell wie Familie und ältere Menschen gehören ganz selbstverständlich zum Alltag dazu.

37 Länder, 4 Kontinente und im Gepäck viele lehrreiche Momente

Schon immer hat es mich in die Welt gezogen. Ich war viel unterwegs, habe verschiedene Länder kennengelernt und durfte eine Zeit lang auch im Ausland leben und arbeiten. Natürlich nimmt man von jeder Reise besondere Erinnerungen mit – an Orte, Menschen und Momente. Was mir aber besonders im Gedächtnis geblieben ist, war der Umgang miteinander.

In vielen Ländern habe ich erlebt, wie selbstverständlich mehrere Generationen füreinander da sind. Ältere Menschen gehören ganz natürlich zum Familienalltag dazu. Sie werden nicht einfach „versorgt“, sondern bleiben ein wichtiger Teil der Gemeinschaft. Jeder bringt sich ein, jeder hat seinen Platz.

Dieser Gedanke ist mir geblieben und hat mich auch nach meiner Rückkehr nach Deutschland immer wieder begleitet.

Denn hier sieht der Alltag für viele Menschen anders aus. Viele leben im Alter allein oder verbringen große Teile ihres Tages ohne regelmäßige Gesellschaft. Angehörige möchten unterstützen, haben aber oft selbst viele Verpflichtungen und leben nicht immer in der Nähe.

Dabei geht es nicht immer darum, dass jemand intensive Pflege benötigt. Manchmal verändert sich das Leben schleichend. Ein Krankenhausaufenthalt, eine neue Diagnose oder einfach das Gefühl, dass manche Dinge im Alltag nicht mehr so leicht fallen wie früher.

Genau in diesen Situationen kann Unterstützung einen großen Unterschied machen.

Begleitung und Betreuung im Krankenhaus

Nach meiner Ausbildung zur Pflegefachkraft durfte ich viele Jahre im Gesundheitswesen arbeiten. Besonders geprägt hat mich meine Zeit in der Hämatologie und Onkologie. Dort begleitet man Menschen in sehr besonderen Lebenssituationen – Zeiten, die oft von Unsicherheit, vielen Fragen und großen Veränderungen geprägt sind.

Natürlich gehört zu dieser Arbeit viel medizinisches Wissen. Gleichzeitig habe ich aber immer wieder gemerkt, dass gute Begleitung weit darüber hinausgeht.

Es geht darum, zuzuhören.

Darum, Veränderungen wahrzunehmen, Angehörigen Sicherheit zu geben und Menschen das Gefühl zu vermitteln, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind.

Genau diese Verbindung aus Fachwissen und Menschlichkeit hat mich über all die Jahre begleitet.

Mit der Zeit entstand bei mir der Wunsch, Menschen noch individueller unterstützen zu können. Im klassischen Pflegealltag bleibt häufig wenig Raum für all die Dinge, die eigentlich genauso wichtig sind: ein ruhiges Gespräch, ein gemeinsamer Spaziergang oder die Zeit, gemeinsam herauszufinden, was jemand wirklich braucht.

Und genau hier setzt Care by Lea an.

Ich möchte Menschen dabei begleiten, ihren Alltag weiterhin nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel abzunehmen, sondern darum, gemeinsam Lösungen zu finden, die Sicherheit geben und Selbstständigkeit erhalten.

Manchmal bedeutet das Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben. Manchmal pflegerische Begleitung oder Beratung. Und manchmal bedeutet es einfach, wieder mehr Verbindung und Abwechslung in den Alltag zu bringen.

Denn für mich gehört genau das auch zur Pflege: den Menschen als Ganzes zu sehen.

Work-Life-Balance: Bring Your Dog To Work

Wenn ich nicht arbeite, verbringe ich meine Zeit am liebsten mit Familie und Freunden oder draußen in der Natur – häufig gemeinsam mit meiner Hündin Sierra.

Sie erinnert mich jeden Tag daran, wie gut die kleinen Dinge tun können. Ein Spaziergang an der frischen Luft, Bewegung, ein kurzer Moment ohne Zeitdruck – Dinge, die im Alltag oft selbstverständlich wirken und trotzdem unglaublich wertvoll sind.

Ich finde es immer wieder schön zu beobachten, wie Hunde im Hier und Jetzt leben. Sie wachen morgens auf und scheinen einfach davon überzeugt zu sein, dass dieser Tag etwas Schönes bereithält. Diese Leichtigkeit verlieren wir Menschen in unserem oft sehr vollen Alltag manchmal ein bisschen.

Deshalb begleitet Sierra mich auf Wunsch auch gerne zu Terminen. Viele Menschen freuen sich über diese besondere Art der Begegnung und ein Hund kann oft ganz selbstverständlich eine entspannte Atmosphäre schaffen. Gleichzeitig ist es natürlich genauso in Ordnung, wenn jemand lieber ohne tierische Begleitung betreut werden möchte.

Was mir bei meiner Arbeit wichtig ist?

Dass Menschen sich gesehen und gut aufgehoben fühlen.

Nicht nur als Patient oder jemand, der Unterstützung benötigt, sondern als Mensch mit einer eigenen Geschichte, eigenen Gewohnheiten und eigenen Vorstellungen davon, wie das Leben aussehen soll.

Genau dafür gibt es Care by Lea.